"Deutschland muss sich seiner kolonialen Vergangenheit in aller Klarheit und Deutlichkeit stellen."

 (aus BT-Drucksache 15/3329 vom 16.6.2004)

 

Dieser Satz ist am 17.6.2004 vom Deutschen Bundestag, eigentlich bezogen auf die deutsche koloniale Vergangenheit in Namibia, beschlossen worden. Seitdem hat die Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sich in Namibia bei den Herero öffentlich für vergangenes Unrecht entschuldigt und damit eine Versöhnungsdebatte angestoßen, die allerdings bis heute der konkreten Umsetzung harrt.

 

Der Kolonialismus brachte Ideen und Strukturen hervor, die bis heute wirken und sich z.B. in Rassismus, den Welthandelsstrukturen und dem politischen Machtgefälle von Nord nach Süd spiegeln.

 

Nur die Etablierung deutscher Kolonialgeschichte an zentraler Stelle des öffentlichen Gedächtnisses kann die Nachhaltigkeit der Diskussion sicherstellen. Deutschlands besondere Verantwortung für diese Länder darf sich nicht allein durch die Sicherung des Etats für Entwicklungszusammenarbeit niederschlagen.

 

Wir sind der Überzeugung, dass Deutschland eine institutionalisierte, nachhaltige und durchdachte Erinnerungs- und Versöhnungspolitik seiner kolonialen Vergangenheit braucht. Diese muss unter folgenden Prämissen stattfinden:

 

 

Ich/Wir unterstütze/n die Forderungen der Initiative "Versöhnen und Erinnern - deutscher Kolonialismus".

 

Datum, Unterschrift (Angaben zu Beruf, Organisation, Hintergrund, Herkunft)

 

Aufruf vom 23. Februar 2005

 

Bisherige Unerzeichner (wird ständig aktualisiert)

 

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